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Anti-Flusssäure-Gel

Zur Notfallbehandlung bei Verätzung der Haut durch Flusssäure
Sicher und kompfortabel aus der Tube!

Vorgeschrieben von den Berufsgenossenschaften für Rohstoffe und der chemischen Industrie als Antidot bei Verätzungen mit Flusssäure.

  • Aus eigener Herstellung. Ab Auslieferung 12 Monate haltbar.
  • Die Tube garantiert eine schnelle, einfache und sichere Handhabung am Arbeitsplatz.
  • Jede praktische 50 g Einheit enthält alle Anwendungshinweise, direkt dauerhaft auf die Tube aufgedruckt.
  • Klare. gut lesbare Beschriftung erleichtert die Anwendung im Notfall.
  • Lieferung in passender Faltschachtel zur optimalen Lagerung und Verteilung an Ihre Mitarbeiter.
  • Einfache Bestellmöglichkeit und schnelle Lieferung.

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Info-Broschüre Anti-Flusssäure-Gel

Kontakt

Barbara Tank e. K.
Apothekerin
Küppersteger Str. 34
51373 Leverkusen
Tel 0214/66 17 0
team@bahnhofapo-lev.de

Betriebsärztliche Versorgung
Antiflusssäure-Gel
Arzneimittel
Impfstoffe

Produktdetails

Produktdetails

Herstellung nach NRF 19.6.
(Neues Rezeptur-Formularium)

Hydrophiles Calciumgluconat-Gel 2,5 % mit Chlorhexidindigluconat 0,5 % (NRF 19.6.)
Anti-Flusssäure-Gel

Bestandteile
50 g AF-Gel enthalten:

1,25 g Calciumgluconat (Monohydrat)
1,335 g Chlorhexidindigluconat-Lösung (20 %)
1,0 g Hypromellose 4000
2,5 g Propylenglycol
Aqua Purificata zu 50,0

Arzneiform: Hydrophiles Gel zur Anwendung auf der Haut

Standardabgabemenge: 50 g

Packmittel: Aluminiumtube

Anwendung: Zur Notfallbehandlung bei Verätzungen der Haut durch Flusssäure.

Information
Fluorwasserstoff ist eine mittelstarke Säure (pKs = 3,2) und unterhalb 20 °C eine stark hygroskopische Flüssigkeit. Konzentrierte wässrige Lösungen werden als Flusssäure bezeichnet, die meisten ihrer Salze reagieren sauer. Fluorwasserstoff, Flusssäure und anorganische Fluoride haben Bedeutung im industriellen und gewerblichen Bereich. Flusssäure und saure Fluoride wirken lokal ätzend. Sie durchdringen rasch die Haut, zerstören tiefere Gewebeschichten und verursachen schlecht heilende Wunden. Entgegen üblichen Säureverätzungen handelt es sich pathophysiologisch nicht um selbstlimitierende Koagulationsnekrosen, sondern um ohne Rücksicht auf Gewebebegrenzung fortschreitende Kolliquationsnekrosen, ähnlich laugeninduzierten Schäden. Schmerzen treten häufig erst Stunden nach Einwirkung auf. Jede anfänglich noch so harmlos erscheinende Verätzung ist als eine Schädigung von noch nicht absehbarer Auswirkung anzusehen. Fluoride können auch resorptiv durch chemische Bindung an Calcium- und Magnesiumionen [u. a. als Ca5F(PO4)3-Komplex] und Hemmung lebenswichtiger Enzyme zu akut bedrohlichen Stoffwechselstörungen oder Störungen der Leber- bzw. Nierenfunktion führen. Beschwerden können auch noch nach einem symptomfreien Intervall (Latenzzeit von 1–2 Tagen) auftreten.

Wirkung
Hydrophiles Calciumgluconat-Gel 2,5 % mit Chlorhexidindigluconat 0,5 % bewirkt keine pH-Neutralisation. Die enthaltenen Calcium-Ionen bilden mit Flusssäure sofort praktisch unlösliches Calciumfluorid, das von der Haut abgewaschen werden kann. Als kausaltherapeutische Maßnahme hat diese Neutralisation der Fluorid-Ionen mit Calciumgluconat bei Haut- und Schleimhautkontakt mit Flusssäure höchste Priorität. Mit 0,5 Prozent (m/m) ist Chlorhexidindigluconat höher konzentriert als zur Konservierung des Hydrogels erforderlich. Das Chlorhexidin soll zugleich die Infektion des geschädigten Gewebes verhindern. Chlorhexidin und seine Salze haben eine breite antimikrobielle Wirkung gegen die meisten grampositiven und gramnegativen Bakterien. Die Wirkung gegen Pseudomonas- und Proteus-Arten und gegen Hefen, Dermatophyten und Mykobakterien ist gering. Chlorhexidin ist unwirksam gegen Bakterien- und Pilzsporen, gegen Viren und fäulniserregende Pilze. Das Wirkungsoptimum liegt im schwach basischen Milieu.

Anwendung und Dosierung
Bei Kontakt mit Flusssäure ist die kontaminierte Kleidung zu entfernen (ggf. auch Unterwäsche und Schuhe) und die Haut ist mit viel Wasser gründlich zu spülen. Das Gel wird in etwa 5 mm dicker Schicht unverzüglich auf die betroffene Hautstelle gestrichen. Dabei ist größte Vorsicht geboten, damit beim Ausziehen der Kleidung keine Sekundärkontamination der unverletzten Haut stattfindet. Helfer müssen den Eigenschutz dringend beachten. Das Gel wird einmassiert, nach einigen Minuten abgewaschen, wiederholt angewendet und bis zur ärztlichen Versorgung auf der Haut belassen. Die schädigende Chemikalie und die erfolgten Ersthilfe-Maßnahmen sind im Krankenhaus anzugeben. (Formular siehe Seite 18|19) Ersthilfemaßnahmen sind im Betrieb zu dokumentieren und die Aufzeichnungen fünf Jahre lang aufzubewahren.

Auch scheinbar harmlose Flusssäureverätzungen erfordern eine stationäre Weiterbehandlung, die mit Beratungsstellen von Vergiftungszentralen abgesprochen werden sollte. Schwere Verätzungen sollten nach Möglichkeit in einer erfahrenen Entgiftungszentrale behandelt werden. In der klinischen Praxis wird die Behandlung mit 2,5-prozentigem Calciumgluconat-Hydrogel oft tagelang nach Exposition fortgesetzt.

Hydrophiles Calciumgluconat-Gel 2,5 % mit Chlorhexidindigluconat 0,5 % kann problemlos auch von nicht-medizinischem Personal, u. U. vom Betroffenen selbst, ohne Zeitverlust am Unfallort angewendet werden. Deshalb sollen Arbeitsstellen bzw. Institute, an denen mit Fluorwasserstoff, Flusssäure oder Fluoriden gearbeitet wird, mit den erforderlichen Mengen Anti-Flusssäure-Gel ausgerüstet sein. Die Beschäftigten sind über die richtige Anwendung zu informieren. Das Gel soll an einem gut sichtbaren und leicht zugänglichen Ort aufbewahrt werden. Es soll leicht erkennbar als Anti-Flusssäure-Gel gekennzeichnet sein und nach Gebrauch sowie rechtzeitig vor Verfall wiederbeschafft werden.

Unerwünschte Wirkungen und Anwendungsbeschränkungen
Die Hautverträglichkeit des Chlorhexidin ist bis zu einprozentiger Konzentration auch bei wiederholter Anwendung gut, es hemmt aber die Wundheilung. Kontaktdermatitiden sind selten. Wegen der Gefährlichkeit von Flusssäure-Verätzungen soll das Hydrophile Calciumgluconat-Gel 2,5 % mit Chlorhexidindigluconat 0,5 % auch im Fall einer bekannten Überempfindlichkeit als Sofortmaßnahme angewendet werden.

Betriebsanweisung

Betriebsanweisung

Jeder Unternehmer/Arbeitgeber, der Flusssäure zu welchem Zweck auch immer betrieblich verwendet, hat eine arbeitsbereichs- und stoffbezogene Betriebsanweisung zu erstellen, in der auf die bei Tätigkeiten mit gefährlichen Stoffen entstehenden Gefahren für Mensch und Umwelt hingewiesen wird. Sie muss u. a. die möglichen Gefahren auflisten und Angaben zu Schutzmaßnahmen, zum Verhalten bei Unfällen und zur ›Ersten Hilfe‹ enthalten. Nachstehend sehen Sie eine Musterbetriebsanweisung, wie sie für jeden Betrieb vorgeschrieben ist:

Betriebsanweisung nach § 20 GefStoffV

Gefahrstoffbezeichnung Flusssäure
HF, Fluorwasserstoffsäure, wässrige Lösung von Fluorwasserstoff
farblose, in Konz. über 70 % rauchende Flüssigkeit; Dämpfe mit stechendem Geruch.
MAK: 2,5 mg/m³ bzw. 3 ml/m³ (ppm)
CAS-Nr. 7664-39-3

Gefahren für Mensch und Umwelt
Sehr giftig beim Einatmen, Verschlucken und bei Berührung mit der Haut. Verursacht schwere Verätzungen. Durchdringt rasch die Haut und verursacht tiefe, schlecht heilende Gewebszerstörungen. Konz. unter 5 % verursachen deutliche Rötung und Brennschmerz auf Haut; oft auch keine Hautveränderungen feststellbar, Schmerzen treten dann erst nach Stunden auf, Verätzung schreitet dabei die ganze Zeit unbemerkt in tiefere Gewebeschichten fort! Beschwerden können erst nach 1–2 tägiger Latenzzeit auftreten! Bei Einatmen der Dämpfe ist mit schwerer Verätzung der Lunge und Lungenödem zu rechnen; bei Benetzung der Kleidung in Kopfnähe ist immer mit Einatmen von Dämpfen zu rechnen. Bei Augenkontakt Erblindungsgefahr. Bei Verschlucken Gefahr des Magendurchbruchs, Lebensgefahr. Bei Hautverätzung, Verschlucken oder Einatmen von Dämpfen können akut lebensbedrohende Stoffwechselstörungen oder Störungen der Leber- bzw. Nierenfunktionen auftreten. Risiko besteht bereits bei Verätzungen von 50 cm² Haut und jedem Einatmen! Flüssigkeit und Dämpfe greifen Quarz, Silicat- und Boratgläser sowie entsprechende Keramiken an. Zahlreiche Metalle, z. T. auch Edelstahl (z. B. V2A), werden besonders in Wärme unter Entwicklung von hochentzündlichem Wasserstoff gelöst bzw. angegriffen. Als beständige Werkstoffe gelten Monel, Inconel, Nickel und Kupfer, Polyethylen, Polypropylen, PVC und PTFE. Gefährliche Reaktionen u. a. mit Fluor, Kaliumpermanganat, Siliciumverbindungen, Alkalimetallen, Wismutsäure und Laugen bzw. Hydroxiden. Stark wassergefährdend, nicht ins Abwasser gelangen lassen!

GHS-Kennzeichnungselemente

Gefahrenhinweise:
H300: Lebensgefahr bei Verschlucken.
H310: Lebensgefahr bei Hautkontakt.
H330: Lebensgefahr bei Einatmen.
H314: Verursacht schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden.
Sicherheitshinweise:
P260: Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol nicht einatmen.

Reaktion:
P301+P310: Bei Verschlucken: Sofort Giftinformationszentrum oder Arzt anrufen.
P303+P361+P353: Bei Kontakt mit der Haut (oder dem Haar): Alle beschmutzten, getränkten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen/duschen.
P305+P351+P338: Bei Kontakt mit den Augen: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen.
Weiter spülen.
P310: Sofort Giftinformationszentrum oder Arzt anrufen.
P320: Besondere Behandlung dringend erforderlich (siehe auf diesem Kennzeichnungsetikett)
P361: Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen.

Lagerung:
P405: Unter Verschluss aufbewahren.

Entsorgung:
P501: Entsorgung des Inhalts/des Behälters gemäß den örtlichen/regionalen/nationalen/internationalen Vorschriften.

Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
Prüfen, ob Stoff durch weniger gefährlichen Stoff oder niedriger konzentrierte Lösung ersetzt werden kann! Ausschließlich im geschlossenen System oder unter funktionsfähigem Abzug mit möglichst geschlossenem Frontschieber handhaben. Vorrat weitestgehend auf Tagesbedarf bzw. ein Gebinde beschränken, möglichst kleine Gebinde verwenden. Zur Entnahme Fertigsysteme oder geeignete Dispenser verwenden, offenes Umfüllen vermeiden! Zum Verdünnen langsam unter Rühren in Wasser einlaufen lassen, niemals umgekehrt! Vorratsbehälter, Abfallbehälter und ungereinigte Leergebinde stets dicht geschlossen halten und kühl, vor Sonneneinstrahlung geschützt, abseits von reaktionsfähigen Stoffen, an gut belüftetem Ort (z. B. Kleinmengen im laufenden Abzug, ansonsten im abgesaugten Säureschrank oder Lagerraum) aufbewahren. Nicht in Sicherheitsschränken aus Metall abstellen, Korrosionsgefahr im Schrank, Gefahr des Versagens von Sicherheitsfunktionen. Zugriff für Unbefugte bzw. nicht unterwiesene Personen (z. B. Reinigungskräfte, ggf. auch Studierende) darf nicht möglich sein! Im Arbeitsraum muss leicht erreichbare Augennotdusche vorhanden sein. Eine Notdusche muss schnell erreichbar sein! In Nähe zum Arbeitsbereich Atemschutz, spezielle Erste-Hilfe-Materialien (siehe unten) und Merkblatt der BG Chemie M005 Ausg. 2/2000 "Fluorwasserstoff, Flusssäure und anorganische Fluoride" bereithalten! Jeglichen Körperkontakt vermeiden, Schutzausrüstung benutzen:
Augenschutz: Dicht schließende Schutzbrille (Korbbrille) mit Kunststoffgläsern, auch für Sehbrillenträger! Zusätzlich Gesichtsschutzschirm sinnvoll.
Handschutz: Lange Chemikalienschutzhandschuhe aus Neopren, Polychloropren oder Butylkautschuk tragen, vor Anwendung auf Dichtigkeit prüfen. Achtung: Beständigkeit je nach Konz. unterschiedlich, Informationen einholen! Chemikalienschutzhds. aus Latex oder Nitrilkautschuk sind gegenüber konz. Flusssäure nicht beständig! Einmalhandschuhe sind vollkommen ungeeignet!
Atemschutz: Bei Freiwerden von Dämpfen/Gasen (z. B. im Gefahrfall) Vollschutzmaske mit Gasfilter E2-P2 (Kennfarbe gelb/weiß), ersatzweise auch B2-P2 (grau/weiß).
Hautschutz: Vorbeugender Hautschutz erforderlich. Hände und unbedeckte Hautpartien, insbes. an Unterarmen, vor Arbeitsbeginn mit Hautschutzmittel gegen wasserlösliche Stoffe (W/O-Emulsion) eincremen. Vor Pausen und nach Arbeitsende Hautpartien waschen, regelmäßig Hautpflegemittel verwenden.
Kleidung: Auch bei hohen Raumtemperaturen geschlossene Schuhe, lange Hose und Laborkittel mit langen Ärmeln tragen! Bei Vorhandensein größerer Mengen für Notfallmaßnahmen Gummisschürze und Gummistiefel bereithalten.

Verhalten im Gefahrfall
Verschütten geringer Mengen: Vergiftungs- und Verätzungsgefahr bei Einatmen von Dämpfen oder bei Hautkontakt. Keine Maßnahmen bei Eigengefährdung, ggf. Feuerwehr alarmieren ("Flusssäureunfall"). Unbeteiligte Personen müssen den Bereich verlassen. Für gute Lüftung sorgen. Schutzausrüstung und Atemschutz anlegen, ggf. auch Gummistiefel und Gummischürze. Flüssigkeit sofort mit Chemikalienbinder oder säurebindendem Material (z. B. Kalksteinmehl) abdecken, vorsichtig mit Kunststoffschaufel aufnehmen und dicht verschlossen in Kunststoffbehälter zum Sondermüll. Mit viel Wasser nachreinigen.
Verschütten größerer Mengen oder unklare Verhältnisse: Der aus Flüssigkeit ausgegaste Fluorwasserstoff kann in solchen Konzentrationen auftreten, daß Atemschutzmaske mit Gasfilter keinen sicheren Schutz mehr bietet. Auch besteht Verätzungsgefahr der ungeschützten Haut durch die Dämpfe. Sicheren Schutz bieten hier dichte Chemikalienschutzanzüge mit umgebungsluftunabhängigem Atemschutz (Pressluftatmer). Deshalb Gefahrenbereich umgehend räumen lassen und sofort Feuerwehr alarmieren ("Flusssäureunfall"). Umliegende Arbeitsbereiche auf Gefährdung hinweisen. Gefahrenbereich mit Gasfilter-Atemschutz nur dann zügig betreten, wenn evtl. Person gerettet werden muss.

Erste Hilfe
Nach Augenkontakt: Sofort unter fließendem Wasser bei gespreiztem Lid unter Schutz des unverletzten Auges (Augennotdusche) mind. 15 Minuten spülen. Unverzüglich Notruf!
Nach Hautkontakt: Sofortiges Handeln ist vordringlich und kann lebensrettend sein! Parallel zu Maßnahmen unverzüglich Notruf! Unverzüglich mit sehr viel Wasser abwaschen, am besten mit Notdusche! Dann in die betroffene Haut Anti-Flusssäure-Gel (Calciumgluconat-Gel) bis Schwinden des Schmerzes einmassieren. Der Calciumgluconatbrei soll zwischenzeitlich mit Wasser abgespült werden und durch neues Gel ersetzt werden. Notruf: 112 Nach Schmerzfreiheit Fortsetzen der Massage mit Calciumgluconatgel für weitere 15 Minuten. Statt Calciumgluconatgel: Nach Abspülen der Haut Auflegen eines nassen Umschlages mit 20 %iger Calciumgluconatlösung, hierfür 10-ml-Calciumgluconatampullen bereithalten und verwenden. 50 ml (5 Ampullen) genügen für eine 15 x 15 cm Kompresse.
Bei großflächigen Verätzungen: Vollständige Entfernung der Kleidung unter fließendem Wasser (Notdusche!). Nach Möglichkeit Schwalldusche mit mehr als 100 l/min. Helfer müssen säurefeste Handschuhe und Schutzbrille tragen! Nach gründlichem Abspülen Calciumgluconatkompressen auflegen.
Nach Einatmen: Sofortiges Handeln ist vordringlich und kann lebensrettend sein! Parallel zu Maßnahmen unverzüglich Notruf! Aus Gefahrenbereich bringen, auf Selbstschutz achten.
Achtung, auch bei subjektiver Beschwerdefreiheit sollte der Verletzte nicht selbst gehen, sondern getragen (Krankentrage) oder gefahren werden. Lagerung liegend mit erhöhtem Oberkörper! Unmittelbar nach Unfall, auch bei fehlenden Krankheitszeichen, Beclometason-Dosieraerosol (z. B. Junik 100 µg Autohaler, Beclomet Easyhaler, …) inhalieren lassen: 5 Hübe alle 10 Minuten bis zum Eintreffen des Arztes. Richtige Handhabung beachten (Kopfhaltung, Ein- und Ausatemphase)! Weitere Behandlung nach ärztlicher Anordnung. Bei Atemstillstand Beatmung möglichst mit Gerät, auf jedem Fall Einatmen von HF aus Ausatemluft vermeiden.
Nach Verschlucken: Sofortiges Handeln ist vordringlich und kann lebensrettend sein! Parallel zu Maßnahmen unverzüglich Notruf! Sofort Mund kräftig ausspülen, reichlich Wasser in kleinen Schlucken trinken lassen, nach Möglichkeit 1 %ige Calciumgluconatlösung. Niemals Erbrechen anregen! Für Körperruhe sorgen, vor Wärmeverlust schützen.
Nach Kleidungskontakt: Kontaminierte Kleidung sofort ablegen. Immer von Hautkontakt ausgehen, siehe Erste-Hilfe-Hautkontakt! Bei Kleidungskontakt in Kopfnähe immer von Einatmen ausgehen, siehe Erste-Hilfe Einatmen.
Weiterer Hinweis: (Not-)Arzt Merkblatt der BG Chemie M005 Ausg. 2/2000 "Fluorwasserstoff, Flusssäure und anorganische Fluoride" und Betriebsanweisung aushändigen!
Wer mit Flusssäure arbeitet und auf der Kleidung oder Haut Flüssigkeit bemerkt, soll sich so verhalten, als sei dieses Flusssäure (Prüfung mit pHPapier). Auch bei scheinbar geringfügigen Verätzungen muss immer ein Arzt aufgesucht werden! Treten verspätet (Latenzzeit oft 1–2 Tage!), z. B. zu Hause, Beschwerden wie z. B. verstärkter Hustenreiz oder Schmerzen an Hautpartien auf, die auf Flusssäureeinwirkung zurückgeführt werden können, ist unverzüglich nächstes Krankenhaus aufzusuchen und auf "Flusssäure" hinzuweisen.

Sachgerechte Entsorgung
Reste und verunreinigte Leergebinde als Sondermüll entsorgen!

Download
Erste-Hilfe-Ausrüstung bei Flusssäure-Verätzungen
Formular für die Krankenhausaufnahme von Verunglückten durch Flusssäure

Kunden-Referenzen

Kunden-Referenzen

wir sagen Danke an...

Bayer CropScience, Leverkusen +++ Currenta GmbH & Co KG, Leverkusen/Dormagen/Ürdingen/Elberfeld +++ Lanxess Deutschland GmbH, Köln +++ Klinikum Oldenburg, Oldenburg +++ Saint-Gobain Glas Deutschland GmbH, Aachen +++ Käserei Champion, Lauben/Allgäu +++ Stadt Bad Aibling, Bad Aibling +++ Chemoform AG, Wendlingen +++ Zeppelin-Fabrik Friedrichshafen, Schweinfurt +++ Laser Zentrum Hannover e.V., Hannover +++ Kernkraftwerk Brunsbüttel, Cottbus +++ Hillebrand Galvanotechnik, Wickede (Ruhr) +++ Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen +++ TU Hamburg-Harburg, Hamburg +++ Krankenhaus Hagen, Hagen +++ MLS Laborsysteme GmbH, Leutkirch +++ Dt. Metrom Prozessanalytik, Filderstatt +++ U-Haftanstalt Hamburg, Hamburg +++ TU Kaiserslautern, Kaiserslautern +++ TÜV Süd Produktservice GmbH, Frankfurt +++ Regierungspräsidium Kassel, Kassel +++ JenaOptik Polymer GmbH, Triptis +++ Ärztl. Dienst Polizei Bayern,München +++ ... u.v.m.

Belsana Venenfachcenter Unsere Ansprechpartnerin rund um Ihre Antiflusssäuregel-Bestellung: Frau Kaya

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